Protest gegen REP-Landesvorsitzenden und Stadtratsabgeordneten

Düsseldorfer Antifaschistinnen und Antifaschisten demonstrierten gestern vor der Düsseldorfer Wohnung des „Die Republikaner“-Landesvorsitzenden und Stadtratsabgeordneten Andre Maniera.

Am gestrigen Montagabend (11. Juli 2016) demonstrierten zwischen 20.10 Uhr und 20.30 Uhr etwa 20 Antifaschistinnen und Antifaschisten aus Düsseldorf vor der Wohnung des Düsseldorfer Stadtratsabgeordneten Andre Maniera, Landesvorsitzender und stellvertretender Bundesvorsitzender der extrem rechten Partei „Die Republikaner“.

Verstärkt seit Sommer 2015 lassen die Düsseldorfer „Republikaner“ keine Gelegenheit ungenutzt, um insbesondere gegen nach Deutschland geflüchtete Menschen und deren Unterbringung sowie gegen Unterstützer_innen von Flüchtlingen zu hetzen. Alleine neun Demonstrationen, ungezählte Infostände sowie Flugblattverteilungen gehen seitdem auf ihr Düsseldorfer Konto. Ein Antritt bei den NRW-Landtagswahlen im Frühjahr 2017 ist in Vorbereitung, hierfür werden zur Zeit Unterschriften gesammelt. Nicht nur aufgrund ihrer Personalschwäche, sondern ebenso aufgrund inhaltlicher Übereinstimmungen sind auch neonazistische Aktivist_Innen in die REP-Strukturen und -Aktionen eingebunden.

Einer der Hauptverantwortlichen für die rassistische Hetze und zugleich der politische Kopf der NRW-„Republikaner“ ist der Düsseldorf Andre Maniera, wohnhaft Sohnstraße 27, Nähe Hanielpark.

In dem gestern an Anwohner_Innen verteilten und über Megafon verlesenden Flugblatt heißt es:

Rassistische Stimmungsmache? Nicht mit uns!
Andre Maniera und seinen „Republikanern“ die rote Karte zeigen

Antifaschistinnen und Antifaschisten aus Düsseldorf informieren:

Liebe Anwohnerinnen und Anwohner!

Wir demonstrieren heute hier, um auf einen Ihrer Nachbarn aufmerksam zu
machen. Er heißt Andre Maniera, wohnt in der Sohnstr. 27 und ist
stellvertretender Bundesvorsitzender, Landesvorsitzender und
Düsseldorfer Stadtratsabgeordneter der extrem rechten Partei „Die
Republikaner“ (REP).

Die Partei „Die Republikaner“ ist zwar bundesweit nicht mehr von
Bedeutung, in einigen NRW-Städten ist sie aber noch anzutreffen. Ihre
Hochburg ist Düsseldorf. 2017 möchte die Partei zu den Landtagswahlen in
NRW antreten – und zeigt sich deshalb zur Zeit besonders aktiv, sowohl
durch Informationsstände und Flugblattverteilungen als auch durch
kleinere Demonstrationen mit Schwerpunkt in Garath.

Unter dem Deckmäntelchen einer vermeintlich „rechtskonservativen“ Partei
verbreiten die REP rassistische Hetze gegen Geflüchtete, Muslime und
Migrant_innen. Um zu wissen, wer ihnen für ihre Reden und offen
rassistischen Parolen wie „Für Kitas ist kein Geld mehr da, das kriegen
Asylbetrüger aus Afrika“ Beifall klatscht, genügt ein kurzer Blick in
ihre Reihen. Zu finden sind REP-Demo-Ordner, die man auch schon mal bei
militanten Neonazi-Aufmärschen antreffen kann, ehemalige
DÜGIDA-Gänger_innen und Teilnehmer_innen, die ihnen nicht genehme
Bürger_innen-Veranstaltungen angreifen, wie am 1. Februar 2016 in Garath
bei einer Veranstaltung einer Garather Initiative geschehen, die
Flüchtlinge unterstützt und sich gegen extrem rechte Umtriebe engagiert.
Verwunderlich ist das nicht, haben die REP doch keinerlei
Berührungsängste zur neonazistischen Szene. Und inhaltliche
Gemeinsamkeiten haben REP und Neonazis ohnehin reichlich.

In der Vergangenheit demonstrierten die REP häufig in der Nähe von
Unterkünften für Geflüchtete, um gegen diese zu hetzen und sich über
eine ihres Erachtens „deutschfeindliche“ Politik zu beklagen. Nun wollen
wir Andre Maniera einmal einen Schluck von seiner eigenen Medizin
verabreichen, indem wir vor seiner Wohnung demonstrieren. Jede_r soll
wissen, wer hier wohnt und dass dieser Mensch Tag für Tag rassistische
Stimmung gegen Menschen macht, die vor Krieg, Armut und Verfolgung
hierhin geflohen sind und nun versuchen, sich unter vielen widrigen
Umständen ein neues Leben aufzubauen. Diesem widerlichen und
menschenverachtenden Verhalten stellen wir uns entgegen und zeigen, dass
Manieras politisches Agieren Konsequenzen hat! Politisches ist immer
auch Privatsache!

Bitte machen auch Sie deutlich, dass für extrem rechte und rassistische
Organisationen und Stimmungsmacher_innen weder in Düsseldorf noch sonst
irgendwo auch nur ein einziger Meter Platz ist. Flüchtlinge sind uns
willkommen, Rassist_innen nicht.

Kontakt: rep-watch-ddorf@riseup.net