Kein Werben fürs Sterben! Gegen die Bundeswehr.Meile beim NRW-Tag

Krieg ist kein Kinderspiel!

Sport, Spiel, Spaß, Spannung… und leider auch die Bundeswehr – das alles bietet das Programm des großen NRW-Festes in Düsseldorf. Die Bundeswehr, eine Attraktion und ein Arbeitgeber unter vielen? Nein! Finden wir nicht! Die Bundeswehr ist keine Kinder- und Familienattraktion – sie führt Kriege.

Kein Werben fürs Sterben!
War starts here!

 27.08.2016, Treffpunkt: 14:30 Uhr DJH Jugenherberge, Düsseldorfer Str. 1, 40545 Düsseldorf 

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Sport, Spiel, Spaß, Spannung… und leider auch die Bundeswehr – das alles bietet das Programm des großen NRW-Festes in Düsseldorf. Die Bundeswehr, eine Attraktion und ein Arbeitgeber unter vielen? Nein! Finden wir nicht! Die Bundeswehr ist keine Kinder- und Familienattraktion – sie führt Kriege!

Ganz bewußt nutzt die Bundeswehr jede Möglichkeit, um für Ihr mörderisches Gewerbe zu werben. Sei es mit einer aufdringlichen Werbekampagne oder hier auf dem NRW-Fest. Wir wollen ihnen den Spaß vermiesen, kreativ, bunt und lustig!

Um offensive Nachwuchswerbung kommt die Truppe nämlich nicht herum. Nachdem die Wehrpflicht abgeschafft wurde, muss die berufliche Zukunft als Kanonenfutter nun als eine attraktive Karrieremöglichkeit unter vielen dargestellt werden. Besonders schlecht ausgebildete und ökonomisch benachteiligte Menschen lassen sich von der Bundeswehr verführen, oft mangels akzeptabler Alternativen. Auf die mangelnde Popularität der Bundeswehr in der Öffentlichkeit, zum Beispiel des Afghanistaneinsatzes, wird politisch mit der Etablierung eines neuen Heldenkultes reagiert: Die Verleihung von Tapferkeitsmedaillen, öffentlichen Trauerfeiern und Gelöbnissen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Ziel ist, die gesellschaftliche Akzeptanz und Unterstützung der Bundeswehr und ihrer Soldaten zu stärken.
Der Zweck der Bundeswehr wird nur selten offen vertreten. Die Bundeswehr soll die politischen und wirtschaftlichen Interessen Deutschlands militärisch durchsetzen. Deshalb werden immer mehr Soldat*innen ins Ausland gesandt. Militärische Fachkräfte benutzen aber vor allem tödliche Waffen und wenden im Auftrag des Staates Gewalt an. Das zeigen die hippen Werbevideos und auch dieser Stand nicht. Nirgends wird erzählt, dass der Job bei der Bundeswehr auch tödlich sein kann. Bis 2015 starben in Afghanistan 106 Bundeswehrangehörige – was die Bundeswehr in ihren Werbevideos und - material nicht erzählt. Da bekommt ihr Werbeslogan „Mach, was wirklich zählt“ gleich eine ganz andere Bedeutung. Das Krieg kein Kinderspiel ist und die Bundeswehr kein Ponyhof, merken auch immer mehr Bundeswehrangehörige. Von Mitte 2014 bis Mitte 2016 haben 62 Soldatinnen und 407 Soldaten aus Gewissensgründen einen Antrag auf Entlassung gestellt. Sie nehmen dafür auch hohe Kosten in Kauf, denn die Bundeswehr fordert in diesem Fall die Ausbildungskosten zurück. Mit kostenloser Ausbildung wirbt sie auch hier auf dem Stand und versucht Jugendliche zu locken und zu verführen. Es ist ein Skandal, dass der Bundeswehrstand neben der Kinderspielmeile steht. Ganz bewußt sucht sie die Nähe zu Jugendlichen und Kindern. Denn nach ihrem Verständnis kann man gar nicht früh genug mit Werbung für die Bundeswehr beginnen. 

Ganz besonderer Wert wird darauf gelegt, dass auch Mädchen und Frauen angesprochen werden. Die Bundeswehr soll als attraktiver Arbeitgeber dargestellt werden, der auch für Frauen Karrierechancen bietet. Doch die Bundeswehr ist kein Hort der Frauenemanzipation, sondern ein patriarchales Gebilde, in dem es die strikte Hierarchie von oben nach unten gibt und unbedingter Gehorsam erwartet wird. Die klassischen Werte des Soldatentums – Pflicht, Treue, Tapferkeit, Kameradschaft, aggressive Kampfbereitschaft, Härte, Opferbereitschaft – tragen so zu der Konstruktion eines Männlichkeitsideals bei, welches sich vor allem durch Gewalt herstellt. Kein Wunder, dass die Einübung von Hierarchie unter den Soldaten und männerbündische Traditionen wie exzessives Trinken, Ekelmutproben, Homophobie und Sexismus zum Alltag der Bundeswehrsoldaten gehören.

Die Militärpolitik der Bundesregierung stinkt uns gewaltig: Im Rahmen der Krise werden Leistungen im Sozialen, Bildungs- und Kulturbereich gekürzt, die Ausgaben für die Bundeswehr werden jedoch im Zuge der Bundeswehrreformen erhöht. Anstatt in zivile Konfliktlösungen zu investieren, findet eine Militarisierung der deutschen Außen- und Innenpolitik statt, die sich neben den verheerenden Konsequenzen für die Zivilbevölkerung in den Einsatzgebieten auch im Inland niederschlägt. Wir haben keinen Bock auf Soldatenkult, soldatischen Männlichkeitswahn, Homophobie, und Sexismus. Die Bundeswehr hat an Bildungseinrichtungen, auf dem Arbeitsamt, auf Berufsmessen und auf diesem NRW-Fest nichts zu suchen! 

Kein Werben fürs Sterben!
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Es Reicht! Demonstration gegen Rechte Gewalt am 20.08.2016

Eine Serie Rechter Übergriffe in Dortmund gipfelte am letzten Sonntag (14.08.2016) in einem Messerangriff auf einen Antifaschisten. Mit einem gemeinsamen Aufruf mobilisieren Antifaschistische und Linke Gruppen aus Dortmund und NRW zu eine Demonstration nach Dorstfeld am Samstag den 20. August. Treffpunkt ist um 12:00 an den Katharinentreppen, gegenüber vom Hauptbahnhof.

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Der Aufruf:

Es reicht!

Nazi-Gewalt stoppen – in Dortmund und anderswo!

Am 14. August wurde ein Dortmunder Antifaschist, der Mitglied bei Linksjugend [‘solid] ist, am helllichten Tag vor seiner Haustür von drei Vermummten angegriffen und mit einem Messer attackiert. Verletzt konnte er den Angreifern entkommen. Das Opfer musste sich mit einer Stichverletzung am Bauch im Krankenhaus behandeln lassen.

Nur wenige Tage zuvor kam es zu mehreren Angriffen gegen Dortmunder Linke, auch gegen den Betroffenen. So wurden der 24-jährige und ein Freund von Nazis in Dorstfeld bedroht, verfolgt und mit Glasflaschen beworfen. Der betroffene Dortmunder Antifaschist erstattete gegen die von ihm erkannten Nazis Anzeige bei der Polizei.

Wir erinnern uns an die fünf Morde, die seit 2001 von Nazis in Dortmund begangen wurden. Es war Glück, dass der Angegriffene entkommen konnte. Wir meinen, dass dieser Mordversuch nicht unbeantwortet bleiben darf! Getroffen wurde einer von uns – gemeint sind wir alle! Wir werden uns nicht einschüchtern lassen.

Wir, ein Bündnistreffen von Vertreter*innen und Einzelmitgliedern antifaschistischer Organisationen, linker Gruppen, Parteien und Gewerkschaften, rufen als Zeichen der Solidarität mit allen von rechter Gewalt Betroffenen zu einer ersten Demonstration auf!

Samstag, 20.08.2016 um 12:00 Uhr an der Katharinentreppe (Dortmund Hbf), anschließend Demonstration nach Dorstfeld

Weitere Aktion:
23.8., 18.00 Uhr: Protest gegen die Nazikundgebung an der Katharinentrepe
24.9., 14.00 Uhr: Großdemo gegen rechte Gewalt in Dortmund

Aufrufe unter:
https://aa170.noblogs.org/post/2016/08/17/es-reicht-demonstration-gegen-rechte-gewalt-am-20-08-2016/

http://www.blockado.info/es-reicht/

Twitter: #nonazisdo
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AfD-Landesparteitag in Werl am 10.09.2016 unmöglich machen

Am 10./11. September will die rassistische Partei AfD erneut einen Landesparteitag in Werl bei Soest abhalten. Erneut wollen wir gemeinsam dafür sorgen, dass sie dies nicht ungestört tun können, dieses Mal mit einer breiteren Mobilisierung zusammen mit Antifaschist*innen aus ganz NRW.

Infos zur Busanreise

Von Düsseldorf fährt ein Bus zum Landesparteitag nach Werl am 10.9. um 07:00 Uhr.

Die Tickets bekommt ihr:
– mit Vorreservierung und Angabe von Handynummer unter: info@duesseldorf-stellt-sich-quer.de
– in der Buchhandlung BiBaBuZe auf der Aachener Str. 1 (9:30 – 18:30 Uhr geöffnet)
– im Parteibüro von DIE LINKE Corneliusstr. 108 (13:00 – 19:00 Uhr geöffnet)
– im Kneipenkolletiv Butze auf der Weißenburgstr. 18 (17:30 – 00:00 geöffnet)
– Beim EdelweißPiratenFestival am 20. August (beim VVN Stand), zakk, Fichtenstr. 40
– Beim zakk-Straßenfest am 21. August (beim Stand von DSSQ)
– Voraussichtlich noch bei weiteren Veranstaltungen.
– Die Tickets kosten 5€ (Normal) oder 10€ und mehr (Soli)

Zur Anreise:
Busse fahren ab Düsseldorf. 07:00 Uhr ist pünktlich die Abfahrt. Der genaue Abfahrtsort wird noch bekannt gegeben.

Vorreservierung mit Angabe von Handynummer unter:
info@duesseldorf-stellt-sich-quer.de

 Mehr auch wieder unter www.no-afd-nrw.de
Aufruf:

AfD-Busters: Gemeinsam gegen den AfD-Landesparteitag in Werl am 10.09.2016

Nach einem ersten Landesparteitag der AfD NRW im Juli 2016 in Werl plant die rechtspopulistische Partei nun ihre Landeswahlveranstaltung, bei der die angereisten Delegierten über die Besetzung der Listenplätze für die Landtagswahl 2017 beraten werden, und das nun sogar an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden: Am 2./3. September in der Stadthalle Soest und 10./11. September in der Stadthalle Werl. Man wolle, so die stellvertretende Sprecherin im AfD-Landesvorstand NRW Regine Zillessen, „in aller Ruhe diskutieren und den Delegierten viel Raum zum Reden geben“. Da hat wohl jemand die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Wenn die AfD glaubt, sich „in aller Ruhe“ zusammenrotten zu können, egal wann, egal wo, täuscht sie sich gewaltig! Am 10. September werden wir uns ihnen in den Weg stellen, gemeinsam, entschlossen und antifaschistisch. Wir werden nicht zulassen, dass AfD-Veranstaltungen ungestört abgehalten werden
können und irgendwann zur Normalität werden!

Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die AfD bedient mit ihrer rassistischen, homophoben und erzkonservativen Hetze geschickt die Ressentiments eines nicht unwesentlichen Anteils der deutschen Bevölkerung: Sie stilisiert sich als „Protestpartei“ der entrüsteten, besorgten BürgerInnen. Erschreckenderweise können AfD-Schwergewichte wie Frauke Petry oder Alexander Gauland scheinbar noch so haarsträubende und menschenverachtende Äußerungen in die Welt plärren wie sie wollen: Die Umfragewerte steigen. Widerstand ist zwingend notwendig, gerade jetzt, gerade bei AfD-Veranstaltung, die zu ihrer strukturellen Festigung und Organisierung dienen sollen.

Ein Blick in das erst kürzlich beim AfD-Parteitag in Stuttgart beschlossene „Programm für Deutschland“ genügt, um zu wissen, warum man sich der AfD in den Weg stellen muss: In ihrem
Grundsatzprogramm findet sich an Rassismus, Antifeminismus, Islamophobie und Neoliberalismus alles, was das Herz der „entfesselten Mitte“ höher schlagen lässt: Wenn es nach der AfD
geht, gehört der Islam nicht zu Deutschland, die gesetzliche Unfallversicherung gehört abgeschafft, sämtliche Institute für Gender Studies sollten sofort dicht gemacht werden und die
(deutsche!) Familie thront heterosexuell und kinderreich über allem. Neben diesen gruseligen Vorschlägen finden sich auch Perlen der Absurdität, wie ein Immobilienkredit für Familien, der sich mit jedem neuen (deutschen!) Kind verringert. Willkommenskultur soll es bei der AfD auch geben, allerdings nicht für Geflüchtete, sondern für ungeborenes (deutsches!) Leben: Also bitte keine Abtreibungen mehr. Die Grenzen dagegen sollen nach Belieben dicht gemacht werden können. Und der Klimawandel? Reine Erfindung, CO2 sorgt dafür, dass Pflanzen besser gedeihen! Mit ihren populistischen Parolen trifft die AfD als Rattenfängerpartei offenbar ins Schwarze, denn die Ratten kommen: Zur Wahlurne.

Für uns steht fest: Diesem Spuk muss ein Ende bereitet werden! Unter dem Motto „AfD-Busters“ werden wir uns am 10.09.2016 in einer Aktion des zivilen Ungehorsams den AfD-RassistInnen in den Weg stellen, auch wenn sie wieder versuchen, sich an den Arsch der Welt zu verkriechen.
Verhindern wir gemeinsam die Landeswahlveranstaltung der AfD NRW in Werl! 

FCK
AFD!

Menschenverachtung ist keine Meinung!

NAV-DEM: Bundesweite Demonstration für Öcalan

Das Demokratische Gesellschaftszentrum der Kurd*innen in Deutschland (NAV-DEM) ruft für diese Woche zu bundesweiten Demonstration und Protesten gegen die Isolationshaft des Repräsentanten des kurdischen Volkes Abdullah Öcalan auf.

In der Presseerklärung geht das Gesellschaftszentrum auf die anhaltende Totalisolation und komplette Kontaktsperre seit über einem Jahr ein. Gerade in Zeiten eines Militärputsches und den aktuellen Entwicklungen der AKP/Erdoğan, kann auf die Versprechen und Lippenbekenntnisse der türkischen Regierung nicht vertraut werden. Sowohl der Familie, als auch den Anwält*innen und unabhängigen Delegation wird jeglicher Zutritt auf die abgelegene Gefängnisinsel verwehrt.

In der Erklärung wird erneut die Forderung erhoben, dass internationale Organisationen und Persönlichkeiten sich für die Belange des kurdischen Volkes einsetzen und Druck auf die türkische Regierung ausüben müssen. Die Erklärung betont, dass die Teilnahme an den Demonstrationen für Öcalan bedeutet, sich gegen die Politik und die Mentalität der Genozide und Massaker zu stellen.

NAV-DEM listet für Samstag, den 13. August folgende Demonstrationstermine auf:
  • Hannover: zentrale Demonstration aus Peine, Hildesheim, Lohne, Aurich, Celle, Ninburg, Oldenburg und Umgebung um 14:00 Uhr in Hannover
  • Stuttgart: zentrale Demonstration aus Reutlingen, Esslingen, Pforzheim, Heilbronn, Friedrichshafen, Karlsruhe, Göppingen, Singen und Umgebung um 14:00 Uhr in Stuttgart
  • Hamburg: zentrale Demonstration aus Kiel, Altona, Bremen, Bremerhaven, Neumünster, Achim und Umgebung in Hamburg um 15:00 Uhr am HBF-Hachmannplatz
  • Dortmund: zentrale Demonstration aus Meschede, Duisburg, Bochold, Kleve, Essen, Bielefeld, Osnabrück, Münster, Gronau, Rheine, Hagen und Umgebung um 14:00 Uhr am Kino hinterm HBF
  • Freiburg: zentrale Demonstration aus Lahr, Offenburg, Weil am Rhein, Kehl und Umgebung um 14:00 Uhr vom Kartoffelplatz in Freiburg
  • Saarbrücken: zentrale Demonstration Kaiserslautern, Trier, Merzig, Mainz, Mannheim, Worms, Heidelberg, Landau, Rüsselsheim, Wiesbaden und Umgebung um 14:00 Uhr vom Landwehr Platz in Saarbrücken
  • Bonn: zentrale Demonstration aus Troisdorf, Meckenheim, Düren, Leverkusen, Aachen, Bergischgladbach, Gümmersbach, Köln, Düsseldorf, Wuppertal, Mönchengladbach, Grevenbroich, Koblenz und Umgebung um 16:00 Uhr am Bahnhofsplatz in Bonn
  • Kassel: Demonstration um 15:00 Uhr vom Königsplatz
  • Berlin: Demonstration um 17:00 Uhr von U-Bahn Station Wittenberg Platz
  • Erfurt: Demonstration um 14:00 Uhr vom Dom mit anschließenden Aktionen bis 18:00 Uhr
  • Wetzler: zentrale Demonstration aus Giessen, Marburg, Siegen, Limburg und Umgebung um 15:00 Uhr vom Wetzlaer Bahnhof
  • Darmstadt: zentrale Demonstration aus Bensheim, Aschaffenburg, Frankfurt, Offenbach, Hanau und Umgebung um 15:00 Uhr vom Luisenplatz in Darmstadt
  • Dresden: zentrale Demonstration, Theaterplatz um 14.00 Uhr
Aktionen innerhalb der Woche:
  • Hamburg: Menschenkette vom HBF zum Rathaus am Donnerstag, den 11.08. zwischen 18:00 und 20:00 Uhr
  • Salzgitter: Demonstration am Freitag, den 12. August am Turm der Arbeit um 16:00 Uhr
  • Vom 14. bis zum 16. August wird es einen dreitägigen Marsch von Ingolstadt zum Landtag in München geben, daran beteiligen werden sich Menschen aus Nürnberg, Ingolstadt, Weissenburg, Ausburg München, Ulm, Heidenheim und Umgebung